Individuelle Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen
Qualität
Unsere Adresse
Tridelta Siperm GmbH
Ostkirchstraße 177
44287 Dortmund, Deutschland
Technische Qualität als Fundament poröser SIPERM®-Werkstoffe
Die Herstellung poröser Sinterwerkstoffe erfordert reproduzierbare Materialeigenschaften und belastbare Prüfverfahren. Für Anwendungen in Filtration, Fluidisierung, Schalldämpfung, Sensorik und Sicherheitstechnik ist eine gleichbleibende Porosität, mechanische Stabilität und chemische Beständigkeit zwingend notwendig. Die Qualitätsmerkmale der SIPERM®-Werkstoffe werden daher über den gesamten Prozess hinweg überwacht – von der Auswahl der Pulverfraktionen bis zur Endprüfung jedes gefertigten Bauteils.
Die Qualitätssicherung orientiert sich an den relevanten Normen, darunter
DIN EN ISO 9001:2015,
DIN ISO 4022 (Durchströmungsverhalten),
DIN ISO 4003 (Bubble-Point-Test),
ASTM F316-03 (Porengrößenverteilung) sowie
DIN 30910-2 (mechanische Prüfungen).
Diese normgerechten Verfahren stellen sicher, dass sowohl poröse Halbzeuge als auch kundenspezifische Funktionsbauteile wie Filterkerzen, Fluidisierungselemente oder Sensorschutzeinheiten definierte,
dokumentierte Kennwerte aufweisen.
Für technische Anwender – insbesondere Konstruktion, Qualitätssicherung, Instandhaltung und Anlagenplanung – sind diese Prüfwerte nicht optional, sondern Grundlage der Auslegung. Die Materialdaten stehen für alle SIPERM®-Qualitäten reproduzierbar zur Verfügung. Ergänzend werden auf Kundenwunsch objektspezifische Prüfungen durchgeführt, etwa bei abweichenden Geometrien, besonderen Belastungsfällen oder sicherheitstechnischen Anforderungen.
Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015
Das Qualitätsmanagementsystem ist auf durchgängige Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und prozesssichereFertigung ausgelegt. Alle relevanten Prozessschritte – Wareneingang der Pulvermaterialien, Sinterprozess, mechanische Bearbeitung, Reinigung, Endprüfung und Verpackung – sind definiert und überwacht.
Kernaspekte des Qualitätsmanagements:
- Kontrolle der Pulverfraktionen:
Prüfung von Partikelgrößenverteilung und Materialreinheit. - Überwachung des Sinterprozesses:
Temperaturführung, Haltezeiten und Werkzeugparameter werden dokumentiert, da sie Porosität und Gefügebildung bestimmen. - Mechanische Nachbearbeitung:
Sicherstellung, dass poröse Funktionsflächen nicht verschlossen werden und alle Bearbeitungszonen normgerecht ausgeführt sind. - Endprüfung gemäß Prüfplan:
Jede Charge folgt festgelegten Prüfumfängen (Porengröße, Durchströmung, mechanische Kennwerte, Maßhaltigkeit). - Rückverfolgbarkeit:
Chargen, Werkzeuge, Temperaturprofile und Prüfergebnisse werden zugeordnet, sodass spätere Analysen und Requalifikationen eindeutig möglich sind.
Dieses System gewährleistet, dass auch bei kundenspezifischen Geometrien konstante Produkteigenschaften erreicht werden.
Prüfverfahren für poröse SIPERM®-Werkstoffe
Die Funktionsfähigkeit poröser Sinterwerkstoffe hängt im Wesentlichen von definierter Porosität,
gleichmäßiger Porenverteilung, reproduzierbarer Durchströmung und ausreichender mechanischer Stabilität ab.
Diese Parameter lassen sich nicht allein über visuelle Prüfung oder Maßkontrolle sichern; erforderlich sind
normgerechte Messverfahren, die sowohl das Gefüge als auch das Strömungsverhalten quantitativ erfassen.
Tridelta Siperm setzt hierzu eine Kombination aus standardisierten Prüfmethoden und werkstoffspezifischen
Messreihen ein.
Für SIPERM® R, SIPERM® B und SIPERM® HP werden alle relevanten Kennwerte auf Basis der einschlägigen Normen
bestimmt. Die Prüfungen erfolgen sowohl an Referenzproben definierter Abmessungen als auch an
funktionsrelevanten Bereichen kundenspezifischer Bauteile. Dadurch lassen sich Abweichungen frühzeitig
erkennen und Materialchargen eindeutig qualifizieren.
Zerreißprobe – Nachweis der Zugfestigkeit
Die Zerreißprobe wird an genormten Probekörpern durchgeführt. Sie zeigt das Deformationsverhalten
und die maximale Zuglast, bevor strukturelle Trennungen auftreten. Die Ergebnisse geben Aufschluss
über die Partikelverbindung im Sintergefüge und die Stabilität der Sinterbrücken.
Typische Erkenntnisse aus der Zugprüfung:
- Bewertung der Sinterqualität (Dichte, Bindungskräfte im Kornverbund)
- Dehnungsverhalten des porösen Kunststoffgefüges
- Erkennen lokaler Inhomogenitäten
- Belastbarkeit bei axialer Zugbeanspruchung
- Vergleichbarkeit zwischen Chargen oder Qualitätseinstellungen
Bubble-Point-Test (DIN ISO 4003)
Der Bubble-Point-Test dient zur Bestimmung der größten durchgängigen Pore eines porösen Werkstoffs.
Dabei wird die Probe mit einer geeigneten Flüssigkeit benetzt und anschließend kontrolliert mit Gas
beaufschlagt. Der Druck, bei dem erstmalig kontinuierliche Blasen an der Oberfläche auftreten,
entspricht dem sogenannten „Bubble Point“.
Dieser Wert ist entscheidend für Anwendungen, bei denen definierte Abscheidegrenzen oder
Rückhaltegrade gefordert sind. Ein stabiler Bubble-Point über mehrere Fertigungslose zeigt eine
konstante Porenarchitektur im Werkstoff an. Für SIPERM®-Materialien wird dieser Test regelmäßig
durchgeführt und dokumentiert.
Der Bubble-Point-Test ermittelt:
- den Druck, bei dem erstmals kontinuierliche Gasblasen durch eine mit Flüssigkeit
benetzte poröse Probe treten - daraus abgeleitet die größte effektive Pore („largest pore size“)
- optional qualitative Informationen über die Offenporigkeit
Das folgende Video zeigt nicht den Versuch nach Norm, sondern eine höhere Beaufschlagung.
Durchströmungsverhalten (DIN ISO 4022)
Das Durchströmungsverhalten beschreibt das Zusammenspiel aus Druckverlust und Volumenstrom und ist
maßgeblich für Filtration, Belüftung, Entgasung und Verdichtungsvorgänge. Die Bestimmung erfolgt an
Proben definierter Dicke und Fläche; gemessen werden die Druckdifferenz vor und nach der Probe sowie
der resultierende Volumenstrom bei festen Randbedingungen.
Die Messauswertung liefert für jede SIPERM®-Qualität spezifische Koeffizienten, die Ingenieuren eine
belastbare Auslegung erlauben. Diese Daten bilden die Grundlage für die Beurteilung von
Fluidisierungsflächen, Filterkerzen, Absaugrohren, Sensorschutzkomponenten oder Schalldämpfern.
Die entsprechenden Kennwerte sind für alle Werkstoffe in den jeweiligen Datenblättern hinterlegt.
Porometrie (ASTM F316-03)
Für Anwendungen mit engen Toleranzen hinsichtlich Ansprechzeiten, Gasdiffusion oder Filtrationsschärfe
wird zusätzlich die Porengrößenverteilung bestimmt. Das Porometer misst die Druckschwellen, bei denen
unterschiedliche Porenbereiche durchströmt werden, und liefert so ein differenziertes Bild des
Werkstoffgefüges.
Einsatzbereiche der Porometrie:
- Nachweis homogener Porenverteilung
- Bewertung von Chargenschwankungen
- Verifizierung bei sicherheitsrelevanten Bauteilen
(z. B. Sensorik, Flammendurchschlagssperren)
Die Messergebnisse werden in Prüfprotokollen dokumentiert und bei Bedarf kundenspezifisch ergänzt.
Unsere Werkstoffe
Kontakt
Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite – kontaktieren Sie uns ganz einfach persönlich telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.
Service
Tridelta Siperm GmbH
Ostkirchstraße 177
44287 Dortmund, Deutschland