Individuelle Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen
Schüttguthandling
Unsere Adresse
Tridelta Siperm GmbH
Ostkirchstraße 177
44287 Dortmund, Deutschland
Schüttguthandling mit porösen SIPERM®-Werkstoffen
Die Lagerung, Förderung und Austragung von feinkörnigen, staubförmigen Schüttgütern mit Korndurchmessern < 0,2 mm stellt hohe Anforderungen an Anlagentechnik und Werkstoffauswahl. Diese Materialien sind schlecht rieselfähig, bilden Brücken und Schächte und führen so zu Prozessinstabilität und Mehraufwand.
SIPERM®-Belüftungselemente aus porösen Edelstahl-, Bronze- oder Polyethylen-Werkstoffen sorgen für zuverlässige, wartungsarme und ökonomisch vorteilhafte Lösungen in der Silotechnik – geeignet sowohl für Neuanlagen als auch zur Nachrüstung.
Für Schüttgüter wie z.B. Zement, Pigmente, Ruß, Pflanzenschutzmittel oder feiner Kunststoffpulver eignen sich prinzipiell alle SIPERM®-Werkstoffe. Für Schüttgüter im Lebensmittelbereich wie z.B. Mehl sind sowohl Siperm R (Edelstahl /1.4404) als auch Siperm HP ( PE mit Lebensmittelkonformitätserklärung) geeignet.
Belüftung, Entlüftung, Fluidisierung und Verdichtung
SIPERM®-Werkstoffe ermöglichen eine gleichmäßige Gasverteilung im Schüttgutbett und beeinflussen damit dessen Fließ-, Entlüftungs- und Verdichtungseigenschaften. Die poröse Struktur wirkt flächig und verhindert lokale Überströmung oder Materialstau. Je nach Ausführung dienen die Bauteile als Belüftungskissen, Spots, Trichter, Fluidisierungsböden oder Absaugrohre. Sie unterstützen das Austragverhalten, stabilisieren die Materialbewegung, reduzieren eingeschlossene Luft und ermöglichen kontrollierte Homogenisierungs-, Trocknungs- oder Kühlprozesse. Die Funktion beruht stets auf der definierten Durchströmung über die gesamte Bauteilfläche.
In industriellen Anlagen bereiten feinkörnige oder ungleichmäßig fließende Schüttgüter häufig Schwierigkeiten beim Lagern, Fördern und Austragen. Materialien verdichten sich, bilden Brücken oder bleiben im Auslaufbereich stehen. Poröse SIPERM®-Werkstoffe ermöglichen hier eine kontrollierte Beeinflussung des Schüttgutverhaltens, indem Prozessgase definiert in das Material eingebracht oder aus ihm abgeführt werden. Die gleichmäßige Porenstruktur verteilt den Gasstrom über die gesamte Fläche und verhindert lokale Überlastungen, wie sie bei punktförmigen Düsen auftreten können.
Die Bauteile bestehen aus Edelstahl, Bronze oder Polyethylen und werden als Belüftungsböden, Kissen, Spots, Einsätze oder Absaugrohre in Silos und Fördersysteme integriert. Die Poren sorgen dafür, dass Gas kontrolliert durch das Material strömt. Dies verbessert das Fließverhalten, ermöglicht Homogenisierung, unterstützt Trocknung oder Kühlung und erlaubt das sichere Entlüften oder Verdichten feiner Pulver. Die Funktionsweise ist in allen Anwendungen vergleichbar: Der durch die poröse Struktur eingebrachte Gasstrom verändert die inneren Kräfte des Schüttguts und schafft reproduzierbare Prozessbedingungen.
Vorteile unserer Belüftungselemente im Überblick:
- spezifisch einstellbare Porengröße
- gleichmäßiger Luftdurchsatz über den gesamten Querschnitt
- konstruktiv einfache Lösungen
- hohe mechanische Festigkeit
- zugelassen für Lebensmittel (SIPERM® R, SIPERM® HP und SIPERM® HP antistatisch)
- hohe Wärmebeständigkeit (SIPERM® R und SIPERM® B)
- hohe Chemikalienbeständigkeit
- hohe Lebensdauer
- einfache Installation
Unsere Belüftungselemente sind in einer Vielzahl verschiedener Ausführungen erhältlich: Belüftungskissen und -spots, Ronden, Rohre oder Trichter mit Standard- oder kundenspezifischer Befestigung – Abmessung und Ausführungen auf Anfrage.
Wir sind Mitglied!
Die Tridelta Siperm GmbH ist Mitglied im Deutschen Schüttgut Industrie Verband e.V
Einbaufertige Belüftungselemente
Ein wichtiger Baustein im Schüttguthandling sind einbaufertige Belüftungselemente. Diese Komponenten lassen sich ohne großen Aufwand in bestehende Anlagen integrieren und benötigen keine regelmäßige Wartung. Typische Ausführungen sind Belüftungskissen in genormten Abmessungen wie 125 × 250 mm oder 125 × 500 mm sowie Belüftungsspots mit 80, 100 oder 105 mm Durchmesser. Als Werkstoff wird vorzugsweise SIPERM® R (1.4404) eingesetzt. Informationen zu Standardgrößen und technischen Werten sind im Informationsblatt „Fluidisierung“ enthalten.
Andere Abmessungen werden projektspezifisch gefertigt.
Maßgeschneiderte Fluidisierungsböden
Neben Standardkomponenten werden maßgeschneiderte Belüftungstrichter, Fluidisierungsböden und Einsätze bereitgestellt. Diese Elemente werden aus SIPERM® R, SIPERM® B, SIPERM® HP oder HP antistatisch hergestellt und an die jeweiligen Anlagenbedingungen angepasst. Die poröse Fläche bringt Bewegung in die kritischen Bereiche eines Schüttgutbehälters und sorgt dafür, dass Verklumpungen und Ablagerungen aufgelöst werden. Durch ihre Geometrie und die definierte Porosität bringen sie Bewegung in kritische Bereiche des Schüttguts und verbessern den Materialfluss. Die Bauteile können an unterschiedliche Formen von Silos, Trichtern oder Fördereinrichtungen angepasst werden und ermöglichen so eine präzise Auslegung der Gasverteilung.
SIPERM®-Werkstoffe werden im industriellen Schüttguthandling eingesetzt, um Materialfluss, Entlüftung und Prozessstabilität zu verbessern. Durch die poröse Struktur der Belüftungselemente verteilt sich der Gasstrom gleichmäßig, sodass feinkörnige oder schwer fließende Schüttgüter zuverlässig gelockert werden. Dies unterstützt den kontrollierten Austrag aus Silos und Trichtern, verhindert Brückenbildung und stabilisiert den Gesamtprozess. Absaugrohre ermöglichen zusätzlich das Entfernen von eingeschlossener Luft oder die gezielte Verdichtung des Materials. Maßgeschneiderte Belüftungstrichter und Fluidisierungsböden ergänzen das Portfolio für anspruchsvolle Anlagenanforderungen. Die Kombination aus definierter Porosität, robusten Werkstoffen und einbaufertigen Komponenten sorgt für reproduzierbare Ergebnisse bei Fluidisierung, Homogenisierung, Kühlung, Trocknung und Schüttgutverdichtung.
Die wesentlichen Vorteile der Belüftungselemente umfassen: eine einstellbare Porengröße, gleichmäßigen Luftdurchsatz über die gesamte Fläche, robuste und konstruktiv einfache Lösungen, hohe mechanische Festigkeit sowie die Möglichkeit des Einsatzes in anspruchsvollen Medien- und Temperaturbereichen. SIPERM® R, SIPERM® HP und HP antistatisch sind zudem für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen, während SIPERM® R und SIPERM® B hohe Wärmebeständigkeit bieten. Die Lebensdauer der Bauteile ist aufgrund der stabilen Sinterstruktur hoch, und die Montage erfolgt in der Regel ohne aufwendige Umbauten.
Die Elemente stehen in zahlreichen Varianten zur Verfügung und können auf Wunsch mit spezifischen Befestigungssystemen ausgeführt werden. Dies ermöglicht eine gezielte Integration in unterschiedliche Anlagenkonzepte, unabhängig davon, ob es sich um Neuprojekte oder Nachrüstungen handelt. Durch die Kombination aus standardisierten Abmessungen und maßgeschneiderten Lösungen entsteht ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um Schüttgüter zuverlässig zu lockern, zu bewegen, zu entlüften oder zu homogenisieren.
Fluidisierung und Austrag feiner Schüttgüter
Schüttgüter mit kleinen Kornfraktionen neigen zum Verdichten oder Verkleben. Dadurch entstehen im Silo oder Trichter häufig stabile Ablagerungen, die den Austrag blockieren. Für solche Fälle werden Belüftungsböden, Belüftungskissen oder Spots eingesetzt, um das Material gleichmäßig zu lockern. Die poröse Oberfläche verteilt den Gasstrom flächig, sodass sich Reibung und Kohäsion im Materialbett deutlich reduzieren. Die Strömung erfolgt nicht punktuell, sondern durch die geschlossene poröse Fläche. Dadurch entsteht ein reproduzierbarer Prozess, bei dem die Schüttgüter gleichmäßig abfließen können.
Der Betrieb erfolgt mit trockener, sauberer Luft oder anderen geeigneten Medien. Der notwendige Gasstrom hängt von der Materialeigenschaft, der Fläche der Belüftungselemente und der jeweiligen Anlagenkonfiguration ab. Bei vollständig ausgekleideten Behältern liegen die Volumenströme typischerweise im zweistelligen bis dreistelligen Bereich pro Quadratmeter und Stunde. In Anlagen mit teilweiser Auskleidung können höhere Werte erforderlich sein, da die belüftete Fläche kleiner ist.
Besonders in großen Silos wird die Belüftung in Sektoren unterteilt. Jeder Bereich kann einzeln angesteuert werden, um Materialbewegung gezielt einzuleiten oder zu stabilisieren. Dies senkt den Gasverbrauch und ermöglicht Anpassungen an unterschiedliche Füllhöhen. Die Integration in bestehende Anlagen ist vergleichsweise einfach, da SIPERM®-Elemente in standardisierten oder kundenspezifischen Befestigungen erhältlich sind.
Homogenisierung von Schüttgütern
Bei der Homogenisierung geht es darum, das Materialbett gleichmäßig zu durchmischen oder zu stabilisieren, ohne mechanische Eingriffe vorzunehmen. Durch die poröse Fläche wird Gas gleichmäßig eingebracht, wodurch sich das Material lokal lockert und Bereiche unterschiedlicher Dichte ausgeglichen werden. Das Verfahren eignet sich für Pulver mit variierender Kornfeuchte oder bei Schüttgütern, die zum Absetzen neigen. Die homogene Gasverteilung verhindert, dass einzelne Zonen übermäßig gelockert werden, wie es bei Düsenstrukturen auftreten kann.
Je nach Anforderung können großflächige Belüftungsböden oder segmentierte Einsätze eingesetzt werden. Bei Produkten mit geringer Fließfähigkeit wird der Prozess in Intervallen betrieben, um lokale Materialbewegung zu erzeugen. Dies verlängert die Standzeit der Anlage und reduziert die Gefahr unkontrollierter Materialbewegungen.
Kühlung und Trocknung über poröse Belüftungsflächen
Ein weiterer Einsatzbereich liegt in der Kühlung und Trocknung von Schüttgütern. Über die poröse Struktur kann trockene Luft oder ein anderes Medium flächig durch das Material strömen. Dadurch wird Feuchtigkeit gleichmäßig ausgetragen oder Wärme abgeführt. Dies ist besonders relevant bei temperaturempfindlichen Stoffen oder Prozessen, in denen eine definierte Restfeuchte erforderlich ist.
SIPERM® R und B eignen sich aufgrund ihrer Temperaturbeständigkeit für thermisch anspruchsvollere Prozesse, während SIPERM® HP dort eingesetzt wird, wo geringere Temperaturen und flexible Geometrien gefordert sind. Eine gleichmäßige Gasverteilung verhindert lokale Überhitzung oder einseitige Trocknung.
Entlüften und Absaugen von Schüttgütern
Feinkörnige Schüttgüter enthalten oft ein erhebliches Luftvolumen. Beim Befüllen von Behältern entstehen Luftpolster, die das Material auflockern oder den Füllprozess verlängern. Beim Entleeren Behindern eingeschlossene Luftkanäle den gleichmäßigen Austrag. Um diese Effekte kontrolliert zu steuern, werden Absaugrohre und poröse Einsätze aus SIPERM®-Werkstoffen eingesetzt.
Die Absaugung erfolgt über die gesamte Rohr- oder Bauteiloberfläche. Die poröse Struktur lässt Luft hindurch, während Partikel im Materialbett verbleiben. Dadurch lassen sich Luftpolster aus Säcken, Big Bags oder Silobehältern zuverlässig entfernen. Das Schüttgut verdichtet sich dabei gleichmäßig, ohne dass mechanische Kräfte aufgebracht werden müssen. SIPERM® R und B eignen sich aufgrund ihrer Festigkeit für höhere Unterdrücke, während SIPERM® HP dort eingesetzt wird, wo flexible Geometrien oder eine hohe Chemikalienbeständigkeit erforderlich sind.
Absaugelemente werden auch beim Umfüllen eingesetzt, wenn stark staubende Produkte verarbeitet werden. Die gleichmäßige Luftaufnahme entlang der gesamten Bauteillänge verhindert dabei, dass das Schüttgut lokal angesogen wird, wie es bei perforierten Rohren häufig vorkommt. Die Prozessstabilität erhöht sich, und der Feinstaubanteil im Arbeitsumfeld sinkt.
Schüttgutverdichtung mit SIPERM®-Werkstoffen
In einigen Anwendungen ist eine gezielte Verdichtung des Materials erforderlich – etwa zur Weiterverarbeitung, zur Reduzierung des Transportvolumens oder für definierte Prozessschritte. Hier kommen Vakuumverdichtungswalzen und Absaugrohre aus SIPERM® zum Einsatz. Die Bauteile entziehen dem Schüttgut während der mechanischen Bearbeitung Luft und erhöhen damit die Materialdichte.
Bei Verdichtungswalzen wird das Schüttgut zunächst über eine mit SIPERM® R belegte Walze angesaugt und vorverdichtet. Anschließend erfolgt die weitere Komprimierung im Walzenspalt. Das Ergebnis ist ein gleichmäßig verdichtetes Produkt, das sich besser transportieren oder weiterverarbeiten lässt. Die hohe Druckfestigkeit des Edelstahlwerkstoffs ermöglicht den dauerhaften Einsatz auch bei anspruchsvollen Belastungen.
Absaugrohre erfüllen eine ähnliche Funktion, jedoch ohne mechanischen Verdichtungsanteil. Sie werden direkt in das Schüttgut eingetaucht und entziehen überschüssige Luft. Dadurch wird das Volumen des Materials reduziert, und es lässt sich effizienter lagern oder verpacken. Die gleichmäßige Luftaufnahme über die gesamte Oberfläche verhindert lokale Einschnürungen oder Materialstau.
Werkstoffauswahl und Beständigkeit
Für alle genannten Anwendungen ist die Wahl des geeigneten SIPERM®-Werkstoffs entscheidend. SIPERM® R aus Edelstahl 1.4404 bietet hohe Temperaturbeständigkeit, Festigkeit und chemische Stabilität. Diese Variante wird bevorzugt in Bereichen eingesetzt, in denen hohe mechanische Belastungen oder thermische Bedingungen auftreten.
SIPERM® B aus Bronze zeichnet sich durch niedrige Druckverluste und eine sehr homogene Porenstruktur aus. Dies ist vorteilhaft, wenn gleichmäßige Gasströme und moderate Temperaturen gefordert sind. SIPERM® HP – einschließlich HP antistatisch – wird eingesetzt, wenn flexible Geometrien oder spezielle chemische Anforderungen im Vordergrund stehen.
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